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Plastic Free July: Kichererbsen-Wraps

Hallo zusammen,

In diesem Blogpost geht es um ein Thema, das ich bisher noch nicht auf meinem Blog angesprochen habe, nämlich Müll und Nachhaltigkeit! Plastiktüten und Plastikverpackungen von Lebensmitteln werden meist nur sehr kurz genutzt, bevor sie in den Müll wandern. Durchschnittlich 25 Minuten wird eine Plastiktüte genutzt, bevor sie oft dann achtlos weggeworfen wird. Plastikmüll verschmutzt die Weltmeere  (für mehr Infos dazu auf den Link klicken :)) und rießige  Inseln aus Müll schwimmen in den Ozeanen. Fische und Schildkröten fressen die Abfälle und verenden qualvoll.

Doch muss das wirklich so sein? Jeder einzelne von uns kann beim täglichen (Lebensmittel-) Einkauf darauf achten, plastikfreie Alternativen zu nutzen oder sogar komplett verpackungsfrei einkaufen. Das klingt für den ein oder anderen jetzt vielleicht sehr umständlich oder auch extrem, aber ich garantiere euch, dass mit ein paar einfachen Tricks, jeder seinen Einkauf etwas umweltfreundlicher gestalten kann. Ich koche sehr gerne und kaufe dementsprechend auch häufig Lebensmittel ein. In der Kategorie „Food“ geht es um leckere Rezepte und Inspirationen; doch dieser Blogpost beschäftigt sich nicht nur mit dem Gaumenschmaus, sondern beginnt einen Schritt früher, nämlich mit dem Einkauf der Zutaten.

Aktuell läuft die australische Kampagne Plastic Free July. Die Kampagne möchte ein Bewusstsein schaffen, wie viel Verpackungsmüll eigentlich täglich in den Müll geworfen wird und auch plastikfreie Alternativen aufzeigen. Ziel der Aktion ist es einen Monat – nämlich den Juli – zu versuchen möglichst keine Einmal-Plastikverpackungen zu kaufen. Dazu zählen beispielsweise Verpackungen von Gemüse, Joghurtbecher, Plastikbeutel von Brot und Co.

PlasticFreeJuly

Da ich mich bereits in den letzten Monaten sehr viel mit dem Thema Plastik , ‚Zero Waste‘ und Nachhaltigkeit beschäftigt habe, war mir klar: Ich mache mit bei dieser Challenge. Im Juli versuchte ich also meinen Plastikmüll auf ein Minimum zu reduzieren. Heute möchte ich euch im Rahmen von „Plastic Free July“ ein Rezept vorstellen, dessen Zutaten komplett ohne Plastikverpackungen eingekauft werden können.  Los gehts 🙂

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Immer mit dabei beim Einkauf: ein Baumwollbeutel und kleine Beutelchen für Obst & Gemüse.

Der plastikfreie Einkauf fängt bereits vor dem Supermarkt an. Wer Plastik vermeiden will, nimmt am besten seinen eigenen Baumwoll-Beutel oder einen Rucksack mit. Dann können die Einkäufe darin verstaut werden und man muss keine Plastiktüte kaufen 🙂

Für mein ‚Plastic-Free‘ Rezept habe ich zwei Einkaufsmöglichkeiten genutzt: den Wochenmarkt (wo ich hauptsächlich Gemüse und Obst eingekauft habe) und einen normalen Supermarkt. Ist also gar nicht so aufwändig plastikfrei einzukaufen und man braucht keine speziellen Geschäfte dafür 🙂

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Ein kleiner Einblick in den plastikfreien Einkauf. Statt Plastik kaufe ich gerne Glas, Papierverpackungen oder einfach lose Nahrungsmittel.

Neben einer Einkaufstasche habe ich auch 2-3 kleine Beutel dabei, wo ich Obst und Gemüse einpacken kann. Die Beutel ähneln kleinen Wäschesäckchen und können immer wieder verwendet werden, um Obst und Gemüse einzukaufen. Auf dem Wochenmarkt habe ich das Gemüse eingekauft und in meine eigenen Beutel gepackt. So habe ich keine Papier- oder Plastiktüten verwenden müssen. Schön ist es natürlich auch (aber wesentlich aufwändiger) sich selbst Gemüse wie Tomaten oder Gurken anzubauen – dazu reicht schon ein kleiner Balkon und man kann je nach Rezept frisches Gemüse ernten 🙂

 

Lauwarme Kichererbsen Wraps mit Feta-Käse

Zutaten (für zwei Personen) 

Für die Füllung:
  • Salat (vom Wochenmarkt)
  • Tomaten (vom Wochenmarkt)
  • Gurke (vom Wochenmarkt – ich habe selbst welche angebaut)
  • Zwiebeln (vom Wochenmarkt)
  • Knoblauch (vom Wochenmarkt)
  • Fetakäse gewürfelt (aus dem Supermarkt im Glas – hier muss man evtl. etwas suchen, aber in gut sortierten Supermärkten gibt es Fetakäse im Kühlregal im Glas zu kaufen. Alternativ könnte man am Wochenmarkt an Feinkostständen fragen, ob der Fetakäse in eine selbst mitgebrachte Dose oder ein Glas gefüllt werden kann)
Für das Dressing:
  • etwas Naturjoghurt (aus dem Supermarkt im Glas – den Rest des Joghurts kann man dann einfach zum Frühstück oder als Snack essen)
  • etwas Senf (aus dem Glas)
  • Salz (aus der Papierverpackung)
  • Pfeffer (aus der Papierverpackung und dann frisch gemahlen)
  • frische Kräuter für das Dressing (vom Wochenmarkt und selbst angebaut – habe ich kleingehackt und eingefroren, so ist immer etwas griffbereit, wenn es schnell gehen muss)
  • etwas Zitronensaft (frisch gepresst oder aus der Glasflasche)
Für die Kichererbsen-Füllung:
  • Kichererbsen (aus dem Supermarkt – im Glas oder aus der Dose)
  • Tomaten (aus dem Supermarkt –  in der Dose oder selbst eingekocht)
  • Tomatenmark (aus dem Supermarkt – aus der Tube oder im Glas)
  • etwas Olivenöl (aus der Glasflasche – Supermarkt oder in speziellen Feinkostgeschäften)
  • Zucchini (vom Wochenmarkt)
Für die Wraps:
  • 200 Weizenmehl (aus dem Supermarkt – aus der Papierverpackung oder selbst gemahlen)
  • 1/2 TL Backpulver (aus dem Supermarkt – aus der Papierverpackung)
  • 1/2 TL Salz (aus dem Supermarkt – aus der Papierverpackung)
  • 2 EL Öl (aus dem Supermarkt oder in speziellen Feinkostgeschäften – in der Glasflasche)
  • 100 ml Wasser (Leitungswasser oder wer mag auch aus der Glasflasche ;-))

 

Zubereitung:

Sind alle Zutaten eingekauft, kann es los gehen mit dem Kochen: Zuerst werden die Wraps zubereitet. Da ich fertige Tortilla Wraps nur in Plastik eingeschweißt gefunden habe, habe ich die Wraps selbst gemacht. Das ganze dauert etwa 20 Minuten und schmeckt klasse! Dazu Mehl und Backpulver in eine Schüssel geben (damit es fluffiger wird am besten sieben!). Dann Salz, Öl und Wasser hinzugeben. Verrühren bis ein klumpiger Teig entsteht. Anschließend mit den Händen zu einem homogenen Teig kneten. Dabei darauf achten, dass der Teig nicht mehr klebrig oder klumpig ist – bei Bedarf noch Mehl oder Wasser hinzufügen. Den Teig dann am besten in ein frisches Geschirrhandtuch schlagen und etwas Ruhen lassen. Wer es eilig hat oder besonders hungrig ist, kann den Schritt aber überspringen. Den Teig dann in gleich große Portionen teilen. Je nach Größe ergibt das etwa 5-6 Teigfladen. Runde Bällchen formen und anschließend ausrollen, sodass die typischen dünnen Fladen entstehen. Dann eine Pfanne auf hoher Stufe erhitzen und die Fladen ohne Öl in der Pfanne ausbacken. Die Fladen wenden, sobald sich Blasen bilden. Und ruck zuck  (sobald die Wraps leicht gebräunt sind) sind die selbst gemachten Tortillas fertig! Um die Fladen warm und weich zu halten -. bis der Rest des Gerichtes fertig ist – am besten in etwas Alufolie wickeln. Alternativ bei geringer Hitze (ca. 50 Grad) im Ofen lagern.

Sobald die Wraps fertig sind, geht es mit der Zubereitung der Kichererbsen-Füllung weiter. Dazu die Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. Die Zucchini in Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch mit etwas Öl in der Pfanne anschwitzen. Sobald die Zwiebeln glasig sind, etwa 1 Esslöffel Tomatenmark dazugeben – das gibt eine besonders tomatige Note. Anschließend die Zucchini dazu geben. Etwas anbraten lassen und dann die abgetropften Kichererbsen in die Pfanne geben. Jetzt die Hitze runterstellen und die gestückelten Tomaten (aus der Dose oder selbst eingekocht) dazu geben. So lange köcheln lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Ich empfehle, die Füllung nicht zu flüssig zu machen, da sonst die Fladen schnell durchweichen. Die Füllung wird mit Salz, Pfeffer und Kräutern (je nach Gusto) abgeschmeckt.

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Am besten schmeckt die Kichererbsen-Füllung, wenn sie lauwarm auf den Wrap gegeben wird.

In der Zwischenzeit das Salatdressing aus Joghurt, etwas Senf, Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Kräutern zusammenrühren. Außerdem Salat, Gurken und Tomaten klein schneiden. Ggf. den Fetakäse würfeln.

Jetzt geht es an das Füllen der Wraps: Auf dem Wrap etwas Joghurt-Dressing verteilen. Anschließend in der Mitte Salat, Gurken und Tomaten verteilen. Die lauwarme Kichererbsen-Füllung darauf geben und ein paar Würfel Fetakäse auf die Kichererbsen geben. Anschließend zusammenrollen und genießen 🙂

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Ein leckerer Mix aus Salat, Kichererbsen und Feta.

Die ganze Zubereitung dauert etwa 30-45 Minuten und am Ende hat man ein leckeres & einfaches Gericht, das  mit dem frischen Salat perfekt für warme Sommertage ist. Ich liebe Wraps und vor allem an Tagen, an denen ich keine große Lust habe, lange in der Küche zu stehen. Auch für gemütliche Koch-Abende mit Freunden finde ich Wraps eine tolle Sache, da sich jeder die Wraps füllen kann, wie er oder sie eben möchte. 🙂

Ich hoffe, dass ihr das Rezept ausprobiert und dass ich auch zeigen konnte, dass es gar nicht so umständlich ist, beim Lebensmittel-Einkauf Plastikverpackungen zu vermeiden. Wie füllt ihr eure Wraps am liebsten? Schreibt mir gerne einen lieben Kommentar oder verlinkt mich auf euren Instagam Fotos (zum Beispiel mit dem Hashtag #milesandveggies) – viel Freude beim Nachkochen und bis bald! 🙂

 

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